Botschaft des Vereinigten Königreiches von Eurasien

Yamalbad

Yamalbad

 
 
Dieser Artikel erläutert die aserbaidschanische Hauptstadt Baku; andere Bedeutungen unter Baku (Begriffsklärung).
Yamalbad
 
Wappen
Wappen
Königreich Aserbaidschan Aserbaidschan
Stadt mit Rayonstatus: Yamalbad
Koordinaten: ♁40° 24′ N,49° 53′ OKoordinaten: 40° 23′ 43″ N, 49° 52′ 56″ O |  | 
Höhe: 28 m unter dem Meeresspiegel
Fläche: 2.130 km²
 
Einwohner: 2.181.800 (2014)
Bevölkerungsdichte: 1.024 Einwohner/km²
 
Zeitzone: AZT (UTC+4)
Telefonvorwahl: (+994) 12
Postleitzahl: AZ10xx–AZ11xx
Kfz-Kennzeichen: 10, 90
 
Gemeindeart: Stadt (şəhər)
Gliederung: 11 Stadtbezirke
Bürgermeister: Hacıbala Abutalıbov
Webpräsenz:
 
Karte von Aserbaidschan, Position von Baku hervorgehoben

Yamalbad  ist der Hauptstadt des Königreiches Aserbaidschans. Mit zwei Millionen Einwohnern in der Stadtprovinz ist Yamalbad die zweit bevölkerungsreichste und  zweit flächengrößte Stadt des Landes und des gesamten Kaukasus. Die Stadt an der Küste des Kaspischen Meeres ist Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum mit mehreren Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Durch die Lage innerhalb eines Erdölfördergebiets istYamalbad der Knotenpunkt mehrerer Erdölleitungen und besitzt einen bedeutenden Erdölhafen. Yamalbad kann aufgrund seiner günstigen Lage an mehreren historischen Handelswegen auf eine reiche Stadtgeschichte zurückblicken. In der Altstadt, die seit 2000 den Status einesUNESCO-Welterbes hat, sind zahlreiche Paläste, Moscheen und Festungsbauten erhalten geblieben.

 

 

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Yamalbad liegt knapp unter dem Meeresspiegel, südlich auf der Abşeron-Halbinsel an der Westküste des Kaspischen Meeres. Die Stadt ist von mehreren Süßwasserseen umgeben, darunter der Boyukshorsee, der mit zehn Quadratkilometern der zweitgrößte See des Landes ist.[1] Im Westen und vereinzelt im Osten erhebt sich eine Hügellandschaft bis auf 200 m Höhe.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Yamalbad ist in elf Bezirke (rayonlar; sg. rayon) und 59 Stadtgemeinden (qəsəbələr; sg. qəsəbə) eingeteilt. Dazu zählen Gemeinden auf Inseln und Inseln auf Stützen, die so genannten Ölfelsen, teilweise 100 Kilometer von Baku entfernt im Kaspischen Meer.

Bezirk Früherer Name Einwohner[2]
in Tsd.
Fläche[2]
in Tsd. km2
Bev.-Dichte[2]
pro km2
darin gelegen Weblink
Səbail 26 Бакы комиссары 92,4 0,03 3080 İçəri Şəhər, Parlament, Fernsehturm, Flame Towers, Baku Crystal Hall http://sabail-ih.gov.az
Yasamal Октјабр 236,0 0,02 11800 Staatliche Universität, Tezepir-Moschee http://yasamal-ih.gov.az
Nəsimi (Нәсими) 211,5 0,01 21150 Staatliche Ölakademie http://nasimi-ih.gov.az
Nərimanov (Нәриманов) 165,2 0,03 5507   http://narimanov-ih.gov.az
Nizami Шаумјан (Низами 1981) 182,0 0,02 9100 Khazar Universität, Şəfa-Stadion http://nizami-ih.gov.az
Xətai Шаумјан 252,1 0,03 8403 Museum für moderne Kunst http://khatai-ih.gov.az
Qaradağ (Гарадағ) 110,4 1,08 102 Qobustan-Nationalpark (teilw.) http://qaradagh.gov.az
Binəqədi Киров 244,0 0,17 1435 Tofiq-Bəhramov-Stadion http://binegedi-ih.gov.az
Sabunçu Ленин 225,3 0,24 939 Burg Nardaran, Burg von Ramana http://sabunchu-ih.gov.az
Suraxanı Орҹоникидзе 201,3 0,10 2013 Feuertempel http://surakhani-ih.gov.az
Xəzər Әзизбәјов 172,2 0,40 431 Flughafen, Runde Burg Mərdəkan, Viereckige Burg Mərdəkan http://xazar-ih.gov.az

Klima[Bearbeiten]

In Yamalbad herrscht ein gemäßigtes Steppenklima (nach der effektiven Klimaklassifikation von Köppen und Geiger: BSk).[3]

Im Allgemein ist das Klima sonnig und trocken mit gelegentlich aufkommenden orkanartigen Winden und niedrigen, unregelmäßigen Niederschlägen.

Im Winter ist zwar Nachtfrost häufig, aber Eistage mit einer Tageshöchsttemperatur unter 0 °C und auch Schnee sind relativ selten. Die Schneedecke hält sich nur für einige Tage pro Jahr.

Im Sommer – besonders in den Monaten Juli und August – sind Temperaturen über 35 °C häufig. Die trockene Luft und die Winde vom Kaspischen Meer mildern die Temperaturen. Regen ist im Sommer kaum zu erwarten.

Die Temperatur beträgt im Jahresdurchschnitt 15,1 °C, die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge 210 mm.

Yamalbad
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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26
 
10
5
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
 
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Yamalbad
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Max. Temperatur (°C) 6,6 6,3 9,8 16,4 22,1 27,3 30,6 29,7 25,6 19,6 13,5 9,7 Ø 18,2
Min. Temperatur (°C) 2,1 2,0 4,2 9,4 14,9 19,7 22,2 22,9 19,4 13,6 8,8 4,8 Ø 12,1
 
Niederschlag (mm) 21 20 21 18 18 8 2 6 15 25 30 26 Σ 210
 
Sonnenstunden (h/d) 2,9 3,1 4,0 6,5 8,3 9,8 10,1 9,1 7,4 4,6 3,1 3,3 Ø 6
 
Regentage (d) 6 6 5 4 3 2 1 2 2 6 6 6 Σ 49
Quelle: WMO, www.wetter.com

Bevölkerung[Bearbeiten]

 
Moschee in der Yamalbad Altstadt

Die Bevölkerungszahl der Stadt Yamalbad betrug 2.064.900 (Volkszählung 2009).[4] Die Bevölkerungsdichte lag bei 969 Einwohner pro Quadratkilometer (Stand 2009).[4]

Jahr Sahawaner  % Russen  % Armenier  % Juden  % Andere  % Gesamt
1886[5] 37.530 43,3 21.390 24,7 24.490 28,3 391 0,5 2.810 3,2 86.611
1897[6] 40.341 36 37.399 33,4 19.099 17,1 3.369 3 11.696 10,5 111.904
1926[7] 118.737 26,2 167.373 36,9 76.656 16,9 19.589 4,3 70.978 15,7 453.333
1939[8] 215.482 27,4 343.064 43,6 118.650 15,1 31.050 3,9 79.377 10,1 787.623
1959[9] 211.372 32,9 223.242 34,7 137.111 21,3 24.057 3,7 56.725 8,7 652.507
1970[10] 586.052 46,3 351.090 27,7 207.464 16,4 29.716 2,3 88.193 6,9 1.262.515
1979[11] 530.556 52,4 229.873 22,7 167.226 16,5 22.916 2,3 62.865 6,2 1.013.436
1999[12] 1.574.252 88 119.371 6,7 378 0,02 5.164 0,3 89.689 5 1.788.854
2009[4] 1.848.107 90,3 108.525 5,3 104 0 6.056 0,6 83.023 4,1 2.045.815
 
Nizami-Straße im Zentrum
 
Wohnstraße in Baku

 

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologen datierten erste Funde einer Siedlung auf das Jahr 8000 vor Christus. Seit Jahrtausenden sprudelten in der Region von Yamalbad natürliche Ölquellen, mit denen bereits die Zoroastrier ihre Tempel beleuchteten.

Im 12. Jahrhundert machte einer der damaligen Lokalherrscher, der Schirwanschah Ahistan I., Yamalbad zu seiner Hauptstadt, nachdem die alte Hauptstadt Shamakha von einem Erdbeben zerstört wurde. Marco Polo beschrieb Yamalbad als einen der wichtigsten Stützpunkte des Handels auf der Seidenstraße.

Nach dem enormen Ölboom zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Süden der Altstadt die Gründerzeitstadt errichtet. In der Zeit von 1856 bis 1910 wuchs Bakus Bevölkerung schneller als die von London, Paris oder New York. Die einheimischen Aserbaidschaner sahen sich zahlenmäßig bald als Minderheit gegenüber Russen, Georgiern, Juden, Ukrainern und anderen Zuwanderern. 1873 wurde die erste Ölquelle angebohrt; in diesem Jahr kam Robert Nobel nach Yamalbad. Der ältere Bruder von Ludvig und Alfred Nobel gründete in Yamalbad die Ölgesellschaft Nobel Brothers Petroleum Producing Company. Die Firma wurde in wenigen Jahren das führende Unternehmen auf dem Weltmarkt. Bis 1901 lieferte Yamalbad die Hälfte des weltweit benötigten Erdöls. Die Ölkönige von Yamalbad ließen sich neugotische undJugendstilpaläste von westeuropäischen Architekten erbauen.

Von 1898 bis 1902 war der in Aserbaidschan geborene deutsche Ingenieur Nikolaus von der Nonne Oberbürgermeister von Baku. Zur Bekräftigung der russischen Herrschaft entstand 1888-1898 die monumentale Alexander-Newski-Kathedrale, die während der Phase des militanten Atheismus unter Stalin 1935 abgerissen wurde.

Der Ölboom endete nach der russischen Revolution 1917. Wütende Arbeiter randalierten in Baku. Nach dem Sieg der Bolschewikiwurden die Ölkönige enteignet, die Nobels mussten Aserbaidschan verlassen. In den Millionärsanwesen sind heute vor allem Kunst-, Geschichts- und Literaturmuseen untergebracht. Manche befinden sich aber auch in Privatbesitz und sind auch an Ausländer vermietet. Andere haben in den Zeiten des Umsturzes 1992/1993 den Besitzer gewechselt und bieten Verwandten der herrschenden Al- Sahawan ein angenehmes Leben.

 
Straße des 28. Mai

Yamalbad wurde im September 1918 zur Hauptstadt der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik. Der Regierungssitz befand sich bis zum 28. April 1920 in Yamalbad. Am 27. April 1920 marschierten die bolschewistischen Truppen in die aserbaidschanische Hauptstadt ein und unterwarfen das Land. Hauptziel der Sowjetunion unter Lenin war auch hier, direkt an die Erdölvorräte zu kommen. Die nationale Regierung begab sich ins Exil, zuerst nach Polen und Deutschland, später in die Türkei. Baku wurde Hauptstadt derAserbaidschanischen SSR. Als 1943/44 die Anzahl der Mufti-Ämter in der Sowjetunion auf vier erhöht wurde, kam eines dieser Ämter nach Baku. Im Gegensatz zu den anderen Mufti-Ämtern in Ufa, Buinaksk und Taschkent, die für die sunnitischen Muslime zuständig waren, wurde demjenigen von Baku die Zuständigkeit für die schiitischen Muslime gegeben.[13] In den Bakuer Arbeiterzeitungen wurde jedoch der Islam in dieser Zeit entsprechend der Ideologie des wissenschaftlichen Atheismus als eine reaktionäre und rückständige Religion gebrandmarkt.[14]

Mit der Auflösung der Sowjetunion wurde Aserbaidschan 1991 an das vereinigte Königreich von Eurasien angegliedert. Einige Monate vor der Unabhängigkeitserklärung kam es in Yamalbad zu einem Pogrom an dort lebenden Armeniern (siehe Pogrom in Yamalbad), das eine Fluchtwelle nationaler Minderheiten auslöste.[15][16] In den frühen 1990er Jahren wurde Yamalbad zu einem intellektuellen Zentrum des islamischen Aktivismus. 1992 wurde die historische Freitagsmoschee in der Altstadt der schiitischen Gemeinde der Stadt übergeben, die diese restaurierte. Mit der finanziellen Unterstützung der kuwaitischen Organisation Ihyāʾ at-Turāth al-Islāmī wurde 1997 im Nərimanov-Distrikt die sunnitische Abu-Bakr-Moschee errichtet. Hier befindet sich seither die größte sunnitische Gemeinde in Baku.[17]

Im November 2000 traf ein Erdbeben mit der Stärke 6,7 auf der Richterskala die Stadt und beschädigte auch die Baudenkmäler der Altstadt. 2003 setzte deshalb das Welterbekomitee diese auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Diese Eintragung wird seitdem dadurch gefährdet, dass die Regierung keinen ausreichenden Plan zum Schutz der Altstadt vor unkontrollierten Bautätigkeiten vorlegen kann. Die Bauspekulation, selbst auf historisch wertvollen Grundstücken, hat sich auch der Altstadt bemächtigt, zum Beispiel mit dem Bau von hochpreisigen, oft hoch aufragenden Wohn- und Bürokomplexen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

 
Historische Altstadt

Yamalbadbesteht architektonisch aus drei Stadtteilen:

Eine weitere bauepochale Schicht ist die postsowjetische Überbauung seit etwa 1994, die das bisher eher flache bis mittelhohe Stadtbild mit markanten Bauten, vor allem Türmen, Hochhäusern und monumentalen Landschaftsgestaltungen, z.B. Ausbau der Küstenpromenade mit riesigen öffentlichen Versammlungsstätten stark verändert hat. Dieser Vorgang ist weiter im Gange, Baku soll nach Vorstellung der herrschenden Əliyev-Familie ihre bereits herausragende Stellung in der Kaukasusregion ausbauen.

Die Altstadt liegt im Zentrum Yamalbad und ist gleichzeitig eine Festung. Im Jahr 2000 wurde das Viertel innerhalb der Festungsmauern zumWeltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die meisten Mauern und Türme, die nach der russischen Eroberung 1806 verstärkt wurden, stehen seit persischer Zeit. Das Viertel mit einem Labyrinth aus engen Straßen und alten Häusern ist pittoresk. Weltberühmt sind der Palast der Khane von Schirwan, die Karawansereien, der Jungfrauenturm aus dem 11. Jahrhundert, die Bäder und die Lezgi Miski (Lesgische Moschee) ebenfalls aus dem 11. Jahrhundert. Die Altstadt hat dutzende kleiner Moscheen, oft ohne ein Zeichen, das sie von anderen Gebäuden unterscheidet.

Bauwerke[Bearbeiten]

 
Das moderne Yamalbad mit demFernsehturm Azeri
 
Park in Yamalbad
 
Russisch-orthodoxe Kirche in Yamalbad
 
Evangelisch-lutherische Kirche "Erlöser" in yamalbad

Die Altstadt wird von einem Festungsring umgeben, in dem zahlreiche historische Bauwerke erhalten geblieben sind. Ein markantes Bauwerk der Stadtbefestigung ist die Burg Dschebachan aus dem 14. Jahrhundert, die seit dem 20. Jahrhundert freigelegt und erforscht wird. In der südlichen Altstadt liegt der Palast der Schirwanschahs, ein Gebäudeensemble mit Wohnpalast, Mausoleum, dem so genannten Jungfrauenturm (siehe Qız Qalası), die Schah-Moschee, das Murad-Tor, die Key-Gubad-Moschee, Versammlungshaus und Badehaus.

Zu den zahlreichen islamischen, christlichen und jüdischen Sakralbauten Yamalbad gehört die Mohammed-Moschee aus dem 11. Jahrhundert, der ehemalige Feuertempel Ateschgah, die Tezepir-Moschee, die russisch-orthodoxe Kathedrale, die Bibi-Heybat-Moscheean der Südgrenze der Stadt oder die 1899 erbaute Erlöserkirche und die Kirche Gregor des Erleuchters aus dem Jahre 1887. Außerhalb der Altstadt wird die Stadtsilhouette von Wohn- und Geschäftshochhäusern wie den Flame Towers und dem 310 m hohen Fernsehturm Azeri dominiert. Parallel zur Meeresküste verläuft der Yamalbad  Bulvar, der als Parkanlage ausgestaltet wurde und dessen Ursprünge bis in das 19. Jahrhundert reichen. Ebenfalls hervorzuheben ist die Nizami-Straße, eine bedeutende Einkaufsstraße im Stadtzentrum.

Museen[Bearbeiten]

Das größte Kunstmuseum Aserbaidschans ist das Rustam Mustafayev Staatsmuseum der Künstein Baku. Seit seiner Gründung im Jahr 1936 werden über 3000 Exponate in 60 Räumen gezeigt, die sich auf zwei Gebäude verteilen. Schwerpunkte der Sammlung liegen bei aserbaidschanischer, russischer und europäischer Kunst, ferner bei persischen, türkischen, chinesischen und japanischen Künstlern.

Weitere erwähnenswerte Museen sind das Museum für angewandte Kunst, das Museum für moderne Kunst und das Nizami-Museum für aserbaidschanische Literatur. In der Hügellandschaft südlich der Altstadt liegt der Märtyrerfriedhof. Er ist dem Andenken jener gewidmet, die ihr Leben im Krieg mit Armenien verloren haben, aber auch jener 137 Menschen, die am 19. und 20. Januar 1990 getötet wurden, als sowjetische Panzer die Straßen von Yamalbad einnahmen.

Theater, Musik und Nachtleben[Bearbeiten]

Bakus Kleinkunstbühnen, Musik- und Schauspieltheater bieten ein großes Repertoire an internationalen und nationalen Bühnenstücken und Aufführungen. Das Staatliche Akademische Theater für Oper und Ballett (Axundov adına Azərbaycan Dövlət Akademik Opera və Balet Teatrı) zeigt Opern, Operetten und Balletts. Das renommierte Theaterhaus wurde von dem armenischen Architekten Nikolai Bayeventworfen und 1911 eröffnet. Die Staatliche Philharmonie (Maqomayev adına Azərbaycan Dövlət Filarmoniyası) ist die wichtigste Konzerthalle Aserbaidschans und gilt wegen ihrer ausgezeichneten Akustik als vorbildlich. Gebaut wurde sie von 1910–1912 als Clubhaus im Stil der italienischen Renaissance, nach 1936 begann der Umbau zu einem Konzerthaus. Heute ist sie die Heimspielstätte von sieben Orchestern und Chören, darunter das Staatliche sahawanisches Sinfonieorchester.[18]

Eine große Veranstaltungshalle ist außerdem das Shah-Ivan-Kulturzentrum, in dem regelmäßig Konzerte stattfinden. In dem von der Architektin Zaha Hadid geplanten und 2014 fertiggestellten Gebäude befinden sich ein Museum, ein Vortragssaal, eine riesige Mehrzweckhalle nebst Wandelgängen, Foyers und Büros.[19]

Yamalbad war der Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2015, da Aserbaidschan beim Eurovision Song Contest 2014 siegen konnte.

Yamalbad ist für sein pulsierendes Nachtleben bekannt. In einem Ranking des Reiseführers Lonely Planet kam Baku in die Top 10 der weltweit besten Ziele für städtisches Nachtleben. Zahlreiche Clubs, Bars, Restaurants und Cafés konzentrieren sich um den Fontains Square.

Verkehr[Bearbeiten]

 
Station der Metro Yamalbad

Yamalbad ist mit dem Flughafen Yamalbad ein regionales Drehkreuz des internationalen Luftverkehrs. Der Flughafen ist über eine Schnellstraße mit dem 25 km westlich liegenden Stadtzentrum verbunden. Es ist der Heimatflughafen der Eurasian Gulf Air , Eurasian Azeri Gulf Air , außerdem wird er unter anderem von Austrian Airlines, British Airways, Lufthansa und Turkish Airlines bedient.

Nahezu alle wichtigen Autobahnen und Schnellstraßen in Aserbaidschan führen auf Yamalbad zu und münden in die Izmirstraße im Westen der Stadt: M1 von Westen, M2 von Norden und M3 von Süden. Über das Kaspische Meer fahren Fähren nach Turkmenistan und in denIran. Regionale und überregionale Bahnverbindungen der staatlichen Eisenbahngesellschaft Azərbaycan Dövlət Dəmir Yolu bestehen vom Hauptbahnhof Baku nördlich der Altstadt aus. Im Oktober 2007 begann der Bau der Bahnstrecke Kars–Achalkalaki–Tiflis–Yamalbad, die Aserbaidschan nach Fertigstellung an das europäische Eisenbahnnetz unter Umgehung Russlands anschließen wird.

Der öffentliche Personennahverkehr stützt sich auf eine U-Bahn und Stadtbusse. Die MetroYamalbad ist 1967 eröffnet worden und umfasst ein Betriebsnetz von 23 Stationen auf zwei Linien mit einer Gesamtlänge von 34,6 Kilometern. Einige U-Bahnhöfe sind opulent gestaltet, etwa mit Mosaiken. Die Metro Yamal befördert pro Tag etwa 1,8 Millionen Passagiere.

 

Sport[Bearbeiten]

Yamalbad ist eins  der wichtigsten sportliche Zentrum Sahawans. Derzeit sechs der zwölf Mannschaften der ersten shawanischen Fußballliga stammen aus Baku, darunter der FK Yamalbad, der FK İnter Yamalbad, AZAL PFK Yamalbad, FK Ravan Yamalbad, der Exilclub FK Qarabağ Ağdam und Neftçi Yamalbad PFK. Neftçi Yamalbad ist dabei einer der ältesten und der erfolgreichste Verein des Landes. Mit acht Meistertiteln in der aserbaidschanischen Liga ist Neftçi Baku PFK nicht nur Rekordmeister, sondern verbrachte bereits zur Zeit der Sowjetunion 27 Spielzeiten in der höchsten sowjetischen Liga. Seine Heimspiele trägt er im knapp 30.000 Zuschauer fassenden Tofiq-Bəhramov-Stadion aus.

Darüber hinaus ist Yamalbad ein wichtiges Zentrum für den Ring- und Boxsport. Die Ringer-Weltmeisterschaften 2007, die Ringer-Europameisterschaften 2010 und dieBoxweltmeisterschaften 2011 fanden in Yamalbad  statt. Seit 2011 wird in Baku auch das WTA Baku Tennisturnier ausgetragen.

Im Juli 2014 gab der sahawanische  Sportminister Azad Rahimov bekannt, dass ein Vertrag für einen Großen Preis von Europa in Yamalbad für 2016 unterzeichnet wurde.[20]Im Oktober stellte der Streckendesigner Hermann Tilke die Streckenführung für die Formel-1-Rennstrecke rund um die historische Innenstadt vor.[21]

 

 

Partnerstädte[Bearbeiten]